Warum Sie einwenden müssen

Das Beteiligungsverfahren mit öffentlicher Auslegung ist für Sie als Bürgerin und Bürger die einzige Möglichkeit, eine Einwendung gegen das geplante Vorhaben zu erheben. Nur eine Einwendung sichert Ihnen im Schadensfall, der nie eintreten möge, aber durchaus möglich und in seinen Folgen nicht absehbar ist, Ansprüche auf möglichen Schadensersatz für Ihre Gesundheit und auch für materialle Güter wie Grundstücke und Häuser, zu.

Das Zwischenlager soll für 40 Jahre genehmigt werden. Da aber bereits heute absehbar ist, dass in 40 Jahren kein Endlager für hochradioaktive Abfälle zur Verfügung stehen wird, kann durchaus von einer Inerimslösung am Standort Brunsbüttel für die nächsten 100 jahre ausgegangen werden. Mögliche Schadensursachen am Gebäude und den Lagerbehältern können heute vermutet werden, sind aber nicht realistisch abschätzbar.

Um Schadensersatzansprüche für Sie, Ihre Kinder, Enkel und Urenkel zu sichern, ist es unerlässlich, heute eine Einwendung gegen das Lagervorhaben schriftlich einzureichen.

 

Dies muss schriftlich (am Besten per Einschreiben) und mit Unterschrift geschehen. Mail und Fax allein reichen nicht aus !

Kann aber vorab geschickt werden, wenn ein Brief folgt.

 

Im folgenden Kapitel finden sie einen Standardtext, den Sie   in ein Word-Dokument kopieren und mit Ihrem Absender versehen können oder als .pdf ausdrucken, unterschreiben und absenden können. Der Brief muss der Behörde am 11.3.2017 um 0.00 Uhr vorliegen.

 

 

Absender

Vorname  Name

Strasse

PLZ Ort

 

 

Bundesamt für kerntechnische

Entsorgungssicherheit

Postfach 10 01 49

38201 Salzgitter

 

 

 

Einwendung

 

gegen den Antrag auf Nachrüstung des

 

atomaren Zwischenlagers Brunsbüttel 

 

Das Oberverwaltungsgericht Schleswig hat im Jahr 2013 die Genehmigung für das atomare Zwischenlagers Brunsbüttel aufgehoben. Das Urteil wurde mit dem Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 8.1.2015 rechtskräftig. Seitdem sorgt eine Duldungsanordnung der Atomaufsichtsbehörde dafür, dass der Atommüll trotzdem in dem Lager verbleibt. Mittlerweile wird sogar weiterer Atommüll eingelagert. Jetzt hat Vattenfall als Betreiber einen Nachrüstungsantrag gestellt.

Leider ist nicht erkennbar, dass die Nachrüstung den Schutz vor Gefahren ausreichend verbessert.

 

Ich befürchte die Gefährdung meines Lebens, meiner Gesundheit und des Lebens und der Gesundheit meiner Nachkommen und erhebe Einwendungen gegen den Antrag auf Genehmigung der Nachrüstung und Änderung des atomaren Lagers beim Atomkraftwerk Brunsbüttel:

     

1. Aus den Unterlagen ist nicht zu entnehmen, dass die beantragten Maßnahmen das Zwischenlager so weit ertüchtigen, dass es den Beschuss mit Stahlbeton brechenden Waffen und den Absturz eines großen Verkehrsflugzeugs (A380) aushält, ohne dass große Mengen radioaktiver Stoffe in die weite Umgebung freigesetzt werden.

    

2. Der Sicherheitsbericht betrachtet nicht die Strahlenbelastung, die sich durch Beschuss mit Waffen und den Absturz eines großen Flugzeugs ergeben kann.

    

3. Die Umweltverträglichkeitsuntersuchung klammert die Freisetzung radioaktiver Stoffe über Luft, Wasser und Abfälle aus. Die Strahlenbelastung durch große Unfälle wird nicht betrachtet.

    

4. Laut Antrag sollen die beladenen Castoren bis maximal 2046 im Zwischenlager stehen können. Der anschließende Verbleib wird nicht betrachtet, obwohl es unwahrscheinlich ist, dass ein Endlager dann zur Verfügung stehen wird.

    

5. Die unzureichende Darstellung der geplanten Maßnahmen greift in mein Recht auf Information ein und verwehrt mir die Möglichkeit, meine Beteiligungsrechte umfassend wahrzunehmen. Die Unterlagen sind daher zu vervollständigen und erneut auszulegen. Ich behalte mir vor, meine Einwendung sodann weiter zu begründen.

 

Ort, Datum

 

Unterschrift

Der Einwendungstext als .pdf-Datei zum Ausdrucken

Einwendung Zwischenlager Brunsbüttel
Bitte Absender einfügen und mit Ort und Datum Unterschreiben
2017-03_Einwendung-Brunsbüttel.pdf
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