Ab 1.2.2017 wieder aktuelle Meldungen

Lingen, Samstag 9.9.2017, 13.00 Uhr Demonstration

Aufruf AKU Schüttorf

Liebe Freundinnen und Freunde,

 

wir möchten euch herzlich einladen, am Samstag, 9. September, um 13 Uhr am Atomstandort Lingen im Emsland zusammen mit vielen Initiativen aus dem In- und Ausland für einen sofortigen Atomausstieg auf die Straße zu gehen. Auftakt der internationalen Anti-Atom-Demo ist am Bahnhof Lingen.

 I. Warum Lingen?

Lingen im Emsland ist eines der wichtigsten Atomzentren des Landes mit einem großen AKW, das RWE noch bis Ende 2022 laufen lassen will. Auf dem AKW-Gelände befindet sich auch ein Castor-Lager. Das alte AKW Lingen 1 befindet sich derzeit im Rückbau. Gleich nebenan produziert Areva mit Billigung der Bundesregierung Brennelemente für zahlreiche Pannenreaktoren in Deutschland und in mehreren europäischen Nachbarländern - von Tihange und Doel in Belgien über Cattenom und Fessenheim in Frankreich bis zu AKWs in den Niederlanden, der Schweiz, Spanien und Finnland. Lingen ist damit eine international bedeutende "Bastion der Atomindustrie" (taz).

 Die Region ist zudem Standort weiterer wichtiger Atomanlagen: Wenige Kilometer südlich wird in Gronau Uran für jedes 10. AKW weltweit angereichert. Ein Teil des Uran wird in Lingen zu Brennelementen verarbeitet. Urenco soll nun u. a. auch indirekt Zulieferer für das US-Atomwaffenprogramm werden, bis 2011 wurde der Fukushima-Betreiber Tepco beliefert, seit kurzem nun die Ukraine. Eine weitere Urananreicherungsanlage befindet sich knapp jenseits der Grenze im niederländischen Almelo. Brennelementefabrik und Urananreicherung sind bislang vom Atomausstieg komplett ausgenommen.

100 km östlich von Lingen soll das AKW Grohnde noch bis Ende 2021 strahlen. Und im westlichen Münsterland befindet sich das Brennelemente-Zwischenlager Ahaus.

 Wer den Atomausstieg will, muss auch die Atomregion rund um Lingen und Gronau endlich stilllegen und damit auch die Belieferung der Bröckelreaktoren in Deutschland und den Nachbarländern unterbrechen!

  

II. Was könnt ihr tun?

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr bei euch für den 9. September aktiv mobilisiert. Die Demo soll zwei Wochen vor der Bundestagswahl nochmal öffentlichen Druck für den Atomausstieg machen. Ende Juni formten zwischen Aachen und Tihange 50 000 Menschen eine 90 km lange Menschenkette. Durch die hartnäckige Arbeit mehrerer Anti-Atom-Initiativen sind die unverantwortlichen Brennelementexporte von Lingen nach Belgien und Frankreich inzwischen ein Politikum. Doch Bundesumweltministerin Hendricks und das Kanzleramt weigern sich weiter beharrlich, die Exporte einzustellen. Daher ist die Demo enorm wichtig! 

·        Bitte unterstützt als Organisation, Gruppe oder Partei die Demo (Mail an aku-schuettorf@t-online.de)

·        Ab sofort könnt Ihr Flyer, Din A4 und Din A3 Plakate bestellen, (Mail an aku-schuettorf@t-online.de)

·        Organisiert wenn möglich Sonderbusse (die ersten sind schon angekündigt) oder aber Mitfahrgelegenheiten

·        Für Städte wie Hannover, Bielefeld, Osnabrück, Hamm und Dortmund ist Lingen bequem per Bahn zu erreichen.

·        Verbreitet diese Rundmail über Eure Verteiler

·        Informiert euch auf der Demo-Webseite www.lingen-demo.de,  oder auf der Facebook-Seite Lingen-Demo 2016

 

 III. Spenden:

Wir sind dringend auf Spenden für die Demo angewiesen, deshalb freuen wir uns über große wie kleine Beiträge auf folgendes Spendenkonto - herzlichen Dank im Voraus:

 

AntiAtomBonn e.V.

GLS Bank

IBAN DE34 4306 0967 4038 2656 00

Stichwort: Lingen

Aktuelle Infos auf der Demo-Webseite: www.lingen-demo.de

 

Atomfreie Grüße

Christina Burchert

AKU (Arbeitskreis Umwelt) Schüttorf

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

Rund um Cuxhaven herum gibt es im Jahr 2017 eine Reihe von Aktivitäten, nicht unmittelbar mit Transporten verbunden, aber mit teils abenteuerlichen Genehmigungsverfahren.

Wir informieren daher ab sofort wieder über

  • Brunsbüttel
  • Brokdorf
  • Esenshamm
  • Stade

und natürlich auch, falls wieder --abgesehen von den tausenden Tonnen Natururan, Uranhexafluorid und Brennstäben, die ständig über die Elbe schwimmen -- Transporte im Zusammenhang mit den erwähnten Atomkraftwerken stattfinden.

 

Bitte also die linke Spalte beachten !

 

Medienerklärung 12. März 2017

 

 

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Lehren aus der Evakuierung mehrerer AKW

als ein Flugzeug nicht mehr funkte

 

Als am Freitag (10.3.) der Funkkontakt mit einer nach London fliegenden indischen Verkehrsmaschine für rund 22 Minuten (andere Quellen sprechen von einer Stunde) über Europa verlorenging, wurde von deutschen Sicherheitsbehörden Renegade-Voralarm gegeben. Dieser wird ausgelöst, wenn befürchtet wird, dass ein ziviles Flugzeug als Waffe wie am 11.9.2001 in New York eingesetzt werden könnte. Kampfflugzeuge eskortierten daraufhin das Passagierflugzeug.

 

Mehrere Atomkraftwerke in Norddeutschland wurden bis auf eine Notbesatzung geräumt. Sogar das bereits stillgelegte und im sogenannten Nachbetrieb zur Sicherung des Atommülls und der AKW-Ruine befindliche Kernkraftwerk Grafenrheinfeld. Laut Augsburger Allgemeinen wurde auch im AKW Gundremmingen Alarm gegeben. Vom AKW wie auch der Münchner Aufsichtsbehörde gibt es wie üblich keine erhellenden Informationen.

 

Es stellen sich Fragen und es drängen sich Erkenntnisse auf:

 

1.     Atomkraftwerke wurden teilweise evakuiert. Aber nicht abgeschaltet. Da ein laufendes AKW noch ein Vielfaches gefährlicher ist als ein abgeschaltetes, müssen die Verantwortlichen erklären, wann sie das AKW bei einem Renegade-Alarm abschalten. Und wer dies anordnet? Oder ob es hier ein Kompetenz-Wirrwarr gibt?

 

2.     Große Chemiefabriken, Hochhäuser, Bahnhöfe usw. wurden nicht alarmiert oder geräumt. Dies bestätigt, wovor wir häufig gewarnt haben, Atomkraftwerke sind wegen der riesigen Energiekonzentration sowie der ungeheuren Radioaktivitätsansammlung „attraktive“ Terrorziele.

 

3.     Auch kein deutsches AKW hat je – entgegen der Schutzbehauptungen der AKW-Betreiber - den Nachweis erbracht, dass es den gezielten Anprall einer großen Verkehrsmaschine überstünde, ohne dass es zum gewaltigen Atomunfall käme.

 

4.     Selbst schon abgeschaltete Atomkraftwerke sind wegen der in den Abklingbecken wie den Zwischenlagern aufbewahrten extrem strahlenden Spaltelemente noch sehr gefährlich. Über 99 % der Radioaktivität eines AKW steckt in diesen Spaltelementen. Dieser todbringende Müll muss wesentlich sicherer verwahrt werden!

 

5.     Die Ablehnung unserer Klage gegen die Genehmigung des Gundremminger Zwischenlagers wurde vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof unter anderem damit begründet, dass ermächtigt durch das Luftsicherheitsgesetz im Ernstfall solche Passagierflugzeuge abgeschossen werden könnten. Das Bundesverfassungsgericht hat später dieses Abschießen für verfassungswidrig erklärt. Das Gericht hat jedoch noch nicht konsequenterweise festgestellt, dass auch die Atomanlagen gegen unsere Grundrechte verstoßen.

Zudem kämen Jagdflugzeuge, die im Normalfall innerhalb von höchstens 15 Minuten in der Luft sein sollten, meistens zu spät. Denn heutige Passagierflugzeuge fliegen je Minute rund 15 Kilometer.

 

6.     Militärs haben schon vor Jahrzehnten gewarnt, dass ein Land mit Atomanlagen im Prinzip nicht zu verteidigen ist. Denn, wenn man diese Anlagen allein mit konventionellen Bomben oder Raketen angriffe, könnte mehr todbringende Radioaktivität entweichen, als Atomwaffen selber sie ausbreiten würden. Damals in den Zeiten des befürchteten Ost-West-Krieges hieß es jedoch, dass der Ostblock dies nicht tun würde, weil damit das zu erobernde Land unbewohnbar würde und man auch mit einer entsprechenden Vergeltung rechnen müsste.

Alles Überlegungen, die Terroristen, insbesondere Selbstmordtäter, nicht machen werden.

 

Unsere Bürgerinitiative hat in einem Memorandum viele ähnliche Hinweise auf die Atom-Terrorgefahr zusammengestellt. Eine ehrliche Diskussion über die von Atomanlagen ausgehenden terroristischen Gefahren ist überfällig!

 

 

Raimund Kamm  (Vorstand)

FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager

und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.

Augsburg - Dillingen - Günzburg - Heidenheim - Ulm

www.atommuell-lager.de 

www.facebook.com/pages/FORUM-gemeinsam-gegen-das-Zwischenlager-eV/152276034836072

Konto des FORUM e.V. bei Raiffeisenbank Aschberg eG:

IBAN: DE72720691130000021199 BIC:GENODEF1HZH

 

pr.  Luitpoldstraße 26, 86157 Augsburg

T.0821 - 54 19 36  r.Kamm@anti-akw.de

MSC Flaminia Desaster - Unfälle auf See nicht beherrschbar

Im Sommer 2012 hat der Brand auf dem Schiff MSC Flaminia wieder einmal deutlich gemacht, daß (zuerst wahrscheinlich) kleine Unfälle sich zu nicht beherrschbaren Katastrophen auswachsen können.

Die MSC Flaminia hatte lediglich rund 150 Gefahrgutcontainer (von 2760 Containern insgesamt an Bord) geladen. So gut wie sicher war keine radioaktive Fracht dabei. Auf der Elbe sind heute jedoch Containerschiffe mit Platz für bis zu 17.000 Container unterwegs. Rein statistisch betrachtet sind dann 900 Gefahrgutcontainer dabei. Gefahrgut (einschließlich radioaktiver Stoffe der Klasse 7) ist tägliches Brot der Seespediteure. www.odin.tc hat die Gefahrgutliste der MSC Flaminia veröffentlicht. Wir geben sie zur Information nachstehend wieder:

Gefahrgutliste MSC Flaminia
MSC Flaminia fire-Gefahrgutliste.pdf
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CASTOR-Transporte von Ahaus nach Majak/Russland vorerst abgesagt !

 

Massiver bundesweiter Protest führte zu einer vorläufigen Absage der geplanten Transporte ( s.u.) .

Greenpeace Mitarbeiter aus der Schweiz konnten im November 2010 die Region um Majak besuchen. Sie haben Fotos mitgebracht, die Sie mit einem Klick auf Fotoreportage sehen.

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CASTOR-Transporte von Ahaus nach Rußland genehmigt

Droht eine Verladung über Cuxhaven ?

Nachfolgend eine Pressemitteilung des Bundesamtes für Strahlenschutz.

Als Transportweg kommen alle Nord- und Ostseehäfen infrage.
Nimmt man einen der kürzesten Straßenwege, ist auch Cuxhaven bei den möglichen Häfen.

 

 


Home > Presse > Aktuelles > BfS-PM 15/10 vom 23.09.2010

Pressemitteilung 15 vom 23.09.2010


Transport von bestrahlten Forschungsreaktor – Brennelementen nach Russland genehmigt

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat heute die am 21. Juli 2010 von der Nuclear Cargo + Service (NCS) beantragte Beförderung von bestrahlten Forschungsreaktor – Brennelementen aus dem Zwischenlager Ahaus nach Russland genehmigt. Die Genehmigung erlaubt den Transport von insgesamt 951 Brennelementen in max. 18 Behältern vom Typ CASTOR MTR 2 .

Die ursprünglich aus Russland stammenden und derzeit im Zwischenlager Ahaus lagernden Brennelemente des stillgelegten Forschungsreaktors in Rossendorf sollen auf Grundlage des zwischen den USA, Russland und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vertraglich vereinbarten Russian Resarch Reactor Fuel Return - Programms nach Russland zurückgeführt werden.

Im Rahmen der Vereinbarung wurde bereits von anderen Ländern wie beispielsweise von Polen für Forschungszwecke aus Russland gelieferte Brennelemente zurückgegeben.

Die vom Transport berührten Bundesländer wurden zu Fragen der Sicherung am Genehmigungsverfahren beteiligt und haben keine Bedenken geltend gemacht. Die konkreten Transporttermine müssen vom Genehmigungsinhaber mit den Innenministerien der Länder abgestimmt werden.

Bei der Genehmigung handelt es sich um eine sogenannte gebundene Entscheidung. Der Antragsteller hat einen Rechtsanspruch auf eine Genehmigung, wenn alle gesetzlich vorgeschriebenen Genehmigungsvoraussetzungen erfüllt werden.

Offener Brief : Castortransporte nach Rußland absagen :

Russische Umweltschützer gegen Castor
2010 11 12 brief russischer umweltschuet
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Uran findet sich nicht nur auf Schiffen, es ist auch in unserem Mineralwasser vertreten

Von Foodwatch stammt folgende Auflistung :

Uran-in-Mineralwasser_20090518_ger.pdf
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